Prof. Dr. Karl-Friedrich Krey & Dr. Anja Ratzman & Benjamin Hanel

Prof. Dr. Karl-Friedrich Krey

Deutschland

  • 1993-1998: Abschluss in Zahnmedizin 
  • 1999-2003: postgraduale Ausbildung zum „Fachzahnarzt für Kieferorthopädie“ an der Universität Leipzig und Dissertation 
  • 2005-2007: „Master of Medical Education“, Universität Heidelberg 
  • 2010: Habilitation stellvertretender Leiter der Abteilung für Kieferorthopädie an der Universität Leipzig 
  • 2013: Leiter der Abteilung für Kieferorthopädie, Universitätsmedizin Greifswald 
  • Mitgliedschaften in verschiedenen nationalen und internationalen wissenschaftlichen Gesellschaften sowie Gutachter für international anerkannte Zeitschriften. 


Forschungsschwerpunkte und klinische Arbeit:

  • Mathematische Modellierung/Multivariate Statistik in der Kieferorthopädie und verwandter Anthropologie 
  • Epidemiologie, Gesundheitsdienstforschung 
  • Forschung zu kaltem atmosphärischem Plasma (CAP) 
  • Behandlung von Kindern und Erwachsenen mit kraniofazialen Anomalien, Lippen-Kiefer-Gaumenspalten
  • Digitale Kieferorthopädie, CAD/CAM, Aligner



Dr. Anja Ratzmann

Deutschland

  • 1993 – 1999: Studium der Zahnmedizin an der Freien Universität Berlin/Humboldt-Universität zu Berlin
  • 13.12.1999: Approbation für Deutsche Zahnmedizin
  • 2000: Ausbildungsassistentin Zahnarztpraxis Berlin
  • seit 11/00: wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Poliklinik für Prothetik und Werkstoffkunde des ZZMK der Universität Greifswald
  • 2003- 2008: Weiterbildungsassistentin - Poliklinik für Kieferorthopädie, ZZMK der Universität Greifswald 
  • 2004: Promotion zum Dr. med. dent. 
  • 2007: Zertifizierung zum Studienleiter/- koordinator für Klinische Studien (KKS Charité)
  • 2007: Abschluss postgradualer Weiterbildungsstudiengang MSc 
  • seit 2008 Fachzahnärztin Poliklinik für Kieferorthopädie Universitätsmedizin Greifswald mit Weiterbildungsermächtigung (2013) für das Fachgebiet „Kieferorthopädie“ Zahnärztekammer Mecklenburg - Vorpommern



Arbeitsbereiche:

  • Community Dentistry
  • Lehrforschung und Konzeption neuer Lehr- und Prüfungsformate für die vorklinische Ausbildung und die kieferorthopädische Lehre 
  • Postgraduale Weiterbildung- Konzeption der postgradualen Masterstudiengänge „Zahnärztliche Funktionsdiagnostik und -therapie mit Computerunterstützung" und „Zahnmedizinische Ästehtik und Funktion“
  • Craniomandibuläre Dysfunktion
  • Digitale Kieferorthopädie


Benjamin Hanel

Deutschland

CV

  • Abstract

    Vergleich der in vitro Kraftentwicklung von Alignersystemen 


    Karl-Friedrich Krey, Anja Ratzmann, Benjamin Hanel 

    Poliklinik für Kieferorthopädie, Universitätsmedizin Greifswald 



    Ziel: Mit der Entwicklung von 3D-direkt gedruckten Alignern aus Shape-Memory Polymeren werden teilweise größere Schrittweiten im Staging empfohlen und in der Literatur gibt es wenig Hinweise auf die Kraftentfaltung dieser Aligner in Relation zur Materialstärke und Größe der Bewegung. Ziel der Untersuchung war es in vitro Kraft- und Drehmoment an bewegten Zähnen in Abhängigkeit von Schrittweite und Materialstärke zu ermitteln. 


    Material und Methode: Ausgangspunkt bildet eine 3D-Kraft- und Drehmomentmessapparatur basierend auf ATI Sensoren (M3DOMA). Der Zahnbogen wurde mit einem Intraoralscanner (Aoral Scan 3 Wireless, Shining 3D Dental Inc., Hangzhou, China) erfasst und in Onyx Ceph3TM (Image Instruments GmbH, Chemnitz) importiert. Nach Sockeln und Segmentiren wurden Bewegungen eines ersten Molaren in 0,1mm/1° Schritten simuliert. Daraus wurden sowohl 3D-Modelle für den 3D-Druck als auch STL-Dateien für den direkten Alignerdruck in Materialstärken von 0,4 bis 1,0 mm exportiert. Der Druck der Aligner erfolgte mit Tera Harz (Graphy, Seoul, Korea)  auf einem Asiga max (Scheu-Dental GmbH, Iserlohn). Als Kontrollgruppe wurden Tiefziehschienen hergestellt (CA-Pro). Das Postprozessing erfolgte streng nach Herstellerangaben. Die Kräfte und Drehmomente wurden mit der Messapparatur in einem abgeschirmten Gehäuse unter konstant 37° gemessen. 


    Ergebnisse: Die Schienen konnten erfolgreich 3D-gedruckt werden. Es zeigte jedoch, dass Schienen in dieser Konfiguration erst ab 0,5mm reproduzierbar druckbar waren. Schienen über 0,8mm Materialstärke ließen sich nur unzureichend auf der Messapparatur anwenden. Die Messungen ergaben Kräfte von 0,3 bis 0,8N. Eine Zunahme der Kraft mit zunehmender Materialstärke konnte Beobachtet werden, wenn auch inkonsistent. Ein Zusammenhang zwischen Auslenkung und Kraft/Drehmomenentwicklung war erkennbar, aber nicht streng linear.  


    Diskussion/Schlussfolgerung: 3D-gedruckte Aligner entwickeln geringe Kräfte nahezu im Idealbereich der biologischen Wirksamkeit. Allerdings ist diese Kraft/Drehmomententwicklung im  hier getesteten Workflow der Produktion und den Verwendeten Materialien nicht konsistent.  

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