Dr. Dr. Alexander Schwärzler

Deutschland

Fachzahnarzt für Kieferorthopädie · Forscher für CAD/CAM-Technologien.


Alexander Schwärzler ist Fachzahnarzt für Kieferorthopädie an der 

Universitätszahnklinik Wien und derzeit Research Fellow an den Zahnmedizinischen Kliniken Bern (Schweiz). Seine klinische und wissenschaftliche Tätigkeit fokussiert sich auf digitale Kieferorthopädie, CAD/CAM-basierte Apparaturen, 3D-Druck sowie skelettale Verankerungssysteme.


Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Präzision 3D-gedruckter und CAD/CAM-gefertigter Anwendungen, der virtuellen Implantatplanung sowie der digitalen  Positionierung kieferorthopädischer Implantate. Er ist Preisträger wissenschaftlicher  Auszeichnungen, internationaler Referent und Autor von Publikationen im Bereich der digitalen Kieferorthopädie. Seit 2025 ist er als Lehrender im Masterstudiengang Kieferorthopädie an der Medizinischen Universität Wien tätig.

  • Abstract

    Anatomisch und biomechanisch sinnvoll verankert: Optimale TAD-Positionierung für dreidimensionale Kontrolle in der Aligner-Therapie


    Die Integration temporärer skelettaler Verankerungselemente (TADs) erweitert die 

    biomechanischen Möglichkeiten der Alignertherapie und ermöglicht eine 

    dreidimensionale Kontrolle komplexer Zahnbewegungen. Eine anatomisch und 

    biomechanisch optimierte Positionierung ist dabei entscheidend für stabile Kraftsysteme und vorhersagbare Behandlungsergebnisse. Palatinale TADs nutzen die hohe kortikale Knochenqualität im paramedianen Gaumenbereich und bieten eine zuverlässige Primärstabilität bei geringer Gefährdung anatomischer Strukturen. Sie eignen sich besonders für kontrollierte Intrusionen, Distalisierungen und transversale Bewegungen im Oberkiefer. Durch eine gezielte Vektorkontrolle nahe dem Widerstandszentrum können Kippmomente reduziert und translatorische Bewegungen begünstigt werden. TADs im Unterkiefer (buccal shelf) ermöglichen als extraalveoläre Verankerung eine effiziente sagittale Kontrolle, insbesondere bei Distalisationskonzepten und Klasse III-Therapien. Die wurzelferne Position erlaubt höhere Kraftapplikationen und reduziert 

    dentoalveoläre Nebenwirkungen.


    Die CAD/CAM-Technologie bildet die Grundlage für eine präzise dreidimensionale 

    Planung. Durch die Kombination von DVT, intraoralem Scan und digitalem Set-up können TAD-Positionen virtuell definiert, chirurgisch geführt inseriert und biomechanisch in das  Alignerplanung integriert werden.


    Insgesamt stellt die strategische Nutzung palatinaler und mandibulärer TADs in der 

    CAD/CAM-gestützten Alignertherapie einen effektiven Ansatz dar, um komplexe 

    Zahnbewegungen kontrolliert, effizient und klinisch vorhersagbar umzusetzen.


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