Dr. Werner Schupp &  Dr. Oliver Ahlers

Abstract

Dr. Werner Schupp

Deutschland

  • Studium der Zahnmedizin an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, Abschlussexamen 1985, Dissertation 1986. 
  • Von 1987 bis 1989 Assistent in der Abteilung für Kieferorthopädie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, Direktorin Prof. Dr. U. Ehmer, seit 1989 Facharzt für Kieferorthopädie 
  • Mitarbeiter in der kieferorthopädischen Privatpraxis von Dr. D.E. Toll, D.D.S. (USA) 1989 und 1990 
  • Eigene Privatpraxis als Fachzahnarzt für Kieferorthopädie in Köln von 1991 bis 2024 
  • Seit März 2025 Oberarzt der kieferorthopädischen Abteilung (Direktor Prof. Dr. G. Danesh) in der Universität Witten-Herdecke 


Veröffentlichung der Bücher: 

  • „Funktionslehre in der Kieferorthopädie“, 2000 (ISBN: 3-928055-03-8) 
  • “Kraniomandibuläres und Muskuloskelettales System“ veröffentlicht 2012 zusammen mit Dr. Boisserée, Quintessenz Publishing 
  • „Aligner Orthodontics“ veröffentlicht 2015 zusammen mit Dr. Haubrich, Quintessence Publishing (englische, japanische, chinesische, portugiesische und französische Version) 
  • „Aligner Orthodontics and orofacial Orthopedics“ veröffentlicht 2023 zusammen mit Dr. Haubrich, Quintessence Publishing (englische, japanische, chinesische, koreanische Version) 


  • Chefredakteur „Journal of Aligner Orthodontics“ Quintessence Publishing 
  • Beiratsmitglied der Zeitschrift „Manuelle Medizin und Kieferorthopädie“ (Springer Verlag) 
  • Beiratsmitglied der Zeitschrift „Kieferorthopädie“ Quintessence Publishing 
  • Zertifiziert in Manueller Medizin und Osteopathie für Kieferorthopädie (DGMM / GBO) 
  • Best Lecture Award der European Aligner Society (EAS) 
  • 2016 Gründungsmitglied und ehemaliger Präsident des „German Board of Orthodontics and Orofacial Orthopedics“ (GBO) 
  • Gründungsmitglied und Vorstandsmitglied der „Deutschen Gesellschaft für Aligner-Orthopädie“ (DGAO) 
  • Präsident von die Studiengruppe „Kraniomandibuläre und muskuloskelettale Medizin“ 
  • Ehemaliger Visiting Professor der Universität Ferrara, Italien (Cairman Prof. Giuseppe Siciliani) 
  • Visiting Professor der Fakultät für Stomatologie, Capital Medical University, Beijing, Volksrepublik China (Cairman Prof. Yuxing Bai) 
  • Visiting Professor des Ningbo Stomatological Hospital, Volksrepublik China (Cairman Prof. Guo) 
  • Ehemaliges Mitglied der deutschen Vielseitigkeitsreiter-Nationalmannschaft


Dr. Oliver Ahlers

Deutschland

Beruflicher Werdegang:  

1988  Staatsexamen in Hamburg und Approbation 

1989 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am UKE, Poliklinik für Zahnerhaltung 

1992 Promotion  

1992 Leitung des AK CMD und chronische Schmerzen der Zahnärztekammer

                Hamburg 

1992  Leitung der CMD-Sprechstunde der ZMK-Klinik des UKE 

1997  Oberarzt 

2001 Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Funktionsdiagnostik

                und –therapie (DGFDT) 

2004 Habilitation, Verleihung der Venia legendi 

2004 Stv. ärztliche Leitung der Poliklinik für Zahnerhaltung u. Präventive                            Zahnheilkunde 

2005 Gründung des CMD-Centrum Hamburg-Eppendorf 

2005  Ernennung zum Spezialisten für Funktionsdiagnostik und -therapie

                der DGFDT 

2008 Assoc. Editor des Journal of CranioMandibular Function 

2010 Zertifizierung des CMD-Centrum Hamburg-Eppendorf als erste                                    postgraduierte Ausbildungsstätte für Spezialisten für                               

                Funktionsdiagnostik und -therapie (DGFDT) 

2014 Vorsitzender des Fortbildungsausschusses der Zahnärztekammer       

                Hamburg 

2018 kalibrierter Examiner für „Diagnosis Criteria for Temporo-Mandibular

                Disorders (DC/TMD) 

2023  Vorlesung CMD und Bruxismus im Modellstudiengang iMEDDENT der

                Universität Hamburg 

2025  Fachkunde MRT in der Zahnheilkunde (AG Bildgebung in der

                Zahlheilkunde in der DGZMK) 

2025 Präsident der Deutschen Gesellschaft für Funktionsdiagnostik und –

                therapie (DGFDT) 

 


Wissenschaftliche Preise 

11 Tagungsbestpreise der DGFDT (1996, 2001, 2008, 2009, 2011, 2016, 2018, 2021, 2022, 2023, 2024)
4
 Alex-Motsch-Preise der DGFDT für die beste wissenschaftliche Publikation des Jahres 

Zeitschriften- und Buchpublikationen 

Ca. 150 Zeitschriftenpublikationen, davon 100 peer reviewed, mehrere Lehrbücher, diverse Patente; Software für die zahnärztliche Funktionsanalyse sowie zahlreicher Medizinprodukte 


  • Abstract

    Kieferorthopädische Weiterbehandlung mit Alignern nach erfolgreicher Funktionstherapie


    Patienten mit Craniomandibuläre Dysfunktionen weisen zuweilen Fehlstellungen einzelner zähne oder ganzer Zahngruppen auf. Dies können in der Pathogenese der CMD eine wichtige Rolle spielen – unabhängig von den verschiedenen Hypothesen zur Ätiologie der CMD. 


    In derartigen Situationen erfolgt zunächst eine mehrstufige Funktionsdiagnostik, heute mit Datenerfassung und -Ausertung in digitalen Systemen wie CMDfact. Diese sollte in einer strukturierten Diagnose münden, die wiederum die Grundlage für eine Funktionstherapie bildet, unter Einsatz von Okklusionsschienen zur Relaxierung der Kiefermuskulatur bei Einstellung einer physiologischen Kiefergelenkposition. Durch Veränderungen des Muskeltonus unter der Funktionstherapie und/oder Abklingen einer Kapsulitis /Synovitis mit Rückgang der daran gebundenen Raumforderung kann sich in der Folge die Kondylusposition verändern. Dies erfordert dann jeweils eine Anpassung der Okklusionsschiene.  Die Funktionstherapie ist erfolgreich abgeschlossen bei Abklingen der Beschwerden und messbar stabiler Kieferposition. Nur wenn in diese Situation ohne Okklusionsschiene eine Fehlbisslage erkennbar ist - beispielsweise ein posterior offener Biss - wird eine Folgebehandlung erforderlich. Bei kariesfreien Zähnen ohne Restaurationsbedarf kommt in solchen Fällen eine kieferorthopädische Stellungskorrektur jener Zähne infrage, die einem gleichmäßigen Kieferschluss in therapeutischer Kieferposition geometrisch verhindern. Ziel des Vortrags ist zu zeigen, wie derartige Situationen mittels Alignern behandelbar sind. 

     

    Dafür werden wir Patienten vorstellen, bei denen wir nach sehr schwieriger Ausgangssituation auf Grundlage mehrstufiger Funktionsdiagnostik eine strukturierte Diagnose stellen und auf dieser Grundlage eine Funktionstherapie einleiten und erfolgreich abschließen konnten. An deren Ende waren die vorgestellten Patienten beschwerdefrei, bei getragener Positionierungsschiene. Ohne die Positionierungsschiene wir dann bei physiologischer Kiefergelenkstellung der posterior offene Biss erkennbar, verursacht durch eine kieferorthopädischen Fehlstellung primär der Frontzähne. 

     

    Kern der Präsentation ist dann die Konvertierung der Situation in einer digitale Behandlungsplanung als technische Grundlage für die nachfolgende Simulation einer Zahnstellungskorrektur unter Beibehaltung der korrigierten Kiefergelenkstellung als Voraussetzungen für eine dauerhaft stabile Situation ohne Tragen einer Okklusionsschiene.  

    Ein Herausforderung stellt dabei die Abstützung der Kieferposition während des Tragens der Aligner dar. Hier werden wir diskutieren, welche Möglichkeiten dafür bestehen. 

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